
Die nächste große Neuerung in unserem Leben ist seit Anfang Juni 2025 eingetreten. Helge steht wieder voll im Arbeitsleben – in der Schifffahrtsindustrie.
Für Asha bedeutet das, das sie zur Zeit die Organisation unseres alltäglichen Lebens übernommen hat und die mit dem Arbeitsbeginn aufgekommenen hoffentlich letzten administrativen Dinge erledigt hat. Aber sie muß auch mit der Situation umgehen, nach so langer Zeit ständigen Zusammenseins, alleine zu Hause zu sein. Währenddessen verbringt Helge seine Zeit „auf der Arbeit“ in Hamburg – morgens um kurz nach 05:00 Uhr geht es mit öffentlichen Verkehrsmitteln los und Abends kurz vor 19:00 Uhr ist er wieder zurück. Stück für Stück wird zukünftig aber ein Großteil im Homeoffice stattfinden.
Die neue Zeit ist für uns beide eine anstrengende Zeit – ein Leben in völliger Veränderung und der Prozeß ist noch nicht beendet.
Für Asha, die zu Hause zurückbleibt, besteht die Herausforderung darin, die Veränderungen zu erleben, aber nur an den Auswirkungen beteiligt zu sein, während Helge die Tür morgens hinter sich zumacht und die Arbeitswelt aus einer neuen und doch irgendwie altbekannten Perspektive neu kennenlernt, um ein Teil der neuen Umgebung zu werden.
Wie ist das nach 11 Jahren in einer anderen Welt? Helge:“ Die meisten werden es kaum glauben, aber „Arbeit macht Spaß“ und mein Eindruck ist, das die Menschen im Umgang miteinander sensibler geworden sind, außerdem empfinde ich die EDV heute deutlich aufwendiger aber definitiv nicht angenehmer. Das Gefühl hatte ich aber schon bei unserer Ankunft in Deutschland.“
Von Gegenwind gibt es nur ein wenig Neues zu berichten. Sie steht immer noch in der Halle und wir nutzen unsere frei Zeit, um sie für das kommende Jahr fit zu machen. Uns läuft leider die Zeit davon, aber so ist das bei Bootsarbeiten nun einmal. Ihre Fenster sind ausgebaut, die Cockpitscheibe steht demontiert auf dem Vorschiff und ihr Aufbau, sowie die hölzernen Handläufe sind inzwischen zu großen Teilen geschliffen. Die ersten Anstreichutensilien haben auch schon besorgt, so daß wir hoffentlich vor der Wintersaison fertig werden.
Zusehen wie andere Boote auf der Ostsee herumsegeln, während Gegenwind in der Halle liegt, ist schon ungewohnt, aber zumindest können wir in den Abendstunden durch den Yachthafen schlendern und die anderen Boote dort angucken. Und auch die Kieler Woche direkt vor unserer Nase bot uns viele Schiffe und Segler zum angucken.
Übrigens stehen wir jetzt ganz kurz vor der nächsten Veränderung unseres Lebens.
Viele Grüße aus dem verregneten Kiel
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

