Logbuch


Nouvelle Calédonie: Wir DREI auf Landausflug

Landausflugsquartier
Landausflugsquartier

Am Mittwoch, den 19. Juni 2019 sind wir zu unserem Landausflug aufgebrochen. Erst einmal ging es mit einer kleinen acht Seemeilentour in die Nachbarbucht an eine Mooringtonne auf Position S22°14,478‘ E166°24,770‘. Dort verbrachten wir eine Nacht um dann am kommenden morgen früh aufzustehen und bei unserem Landausflugsquartier einzuchecken.
Um 07:30 Uhr hob der Kran der Neptune Werft Gegenwind aus dem Wasser. Nun begann erst einmal das übliche Programm mit dem Unterwasserschiffreinigen – diesmal durfte Helge sich selbst an dem Hochdruckreiniger austoben und Gegenwind vom Bewuchs der letzten eineinhalb Jahre befreien. Anschließend kamen wir auf unseren Stellplatz, an dem wir uns zuerst einmal häuslich einrichteten, denn auch in der Werft trennen wir DREI uns nicht. Während Gegenwind ihre Schönheitskur genießt und ihre kleinen Wehwehchen bearbeitet werden, müssen wir Menschen uns auf Gegenwind mit Werkzeugen, Farben und allen möglichen Ersatzteilen sowie der herumliegenden Ausrüstung, die nun den Weg freimachen muß für die Arbeiten an sonst schlecht zugänglichen Bereichen arrangieren.     

Unsere Arbeitsliste war mal wieder lang. Wir begannen mit dem Schleifen vom Unterwasserschiff, damit das nach der langen Zeit im Wasser mal ein wenig austrocknen konnte, dann legten wir ein paar kleine Osmosebläschen frei. Anschließend ging es an den schwierigsten Teil der Arbeit, die leckenden Cockpitlenzventile, die dafür sorgen, das Regenwasser und überkommende Wellen aus dem Cockpit abfließen können. Die Beiden Ventile leckten und so mußten wir sie auswechseln. Die Hauptschwierigkeiten lagen zum einen im Einbauplatz – halt unter dem Cockpit und ganz dicht an dem Motor und die zweite große Schwierigkeit lag in der Beschaffung neuer Ventile und Schläuche. Bewaffnet mit Schraubenschlüssel, Bohrmaschine, Säge und allen möglichen Hilfsmitteln zwängte Helge sich zu den Baumaßnahmen in die Backskiste und unter das Cockpit zwischen Motorgetriebe, Wassersammler und Lenzpumpe. Wie gut das er regelmäßig seine Yogaübungen an Deck macht.

Nach dem Ausbau kam das Anpassen der neuen Ventile – die Ventile hatten wir vor dem Werftbesuch ja schon besorgt aber die kleinen Anpassungen erforderten jetzt einiges an Probieren und Kreativität, denn eins zu eins ließen sich die Ventile natürlich nicht ersetzen. Während Helge sich mit den Basteleien auseinandersetzte, sorgte Asha für das leibliche Wohl, denn das ist ja schließlich entscheidend für die Stimmung und letztendlich für das Gelingen!

Eine gute Woche dauerten die Arbeiten an den störrischen Ventilen, dann ging es ans Unterwasserschiff. Als erstes waren die Osmosestellen zu bearbeiten und danach bekam Gegenwind einen neuen Schutzanstrich. Im Hinblick auf die kommende Route strichen wir diesmal auch den Propeller an, denn das Schwimmen mit Krokodilen soll man vermeiden, wenn einem das Leben lieb ist.

Nach dem Unterwasseranstrich standen nun die letzten Arbeiten im und unter dem Cockpit an. Die Hauptlenzpumpe mußte neu verlegt werden, denn die paßte natürlich nicht mehr ins neue System mit den Cockpitventilen und außerdem stand noch ein Motorcheck von einer sonst sehr schlecht erreichbaren Stelle an. Zusätzlich erhielt die Pinne eine weitere Lackschicht und auch eine Schubladenaufhängung unter der Spüle mußte repariert werden. Außerdem mußten wir zwischendurch immer wieder unseren bestellten Teilen hinterherlaufen, denn auch hier bedarf es einiges an Geduld und gutem Zureden wenn es darum geht Teile aus dem Ausland zu bekommen.

Am Mittwoch, den 10. Juli 2019 kam dann der große Tag und wir DREI konnten wieder zurück ins Wasser. Die Ventile halten Dicht und das Unterwasserschiff sowie der Propeller strahlen  diesmal in schwarz. Jetzt liegen wir vor der Neptune Werft an einer Mooringtonne, erholen uns von dem Streß und versuchen langsam alles wieder an seinen richtigen Platz zu stauen und auf unsere ausstehenden Lieferungen zu warten.    

Viele Grüße aus Numbo, Nouvelle Calédonie
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Nouvelle Calédonie: Laufereien ohne Pause

Noumea: Gegenwind in Port Moselle

Noumea: Gegenwind in Port Moselle

Die letzten Meilen zur Hauptstadt Neu Kaledonien, Noumea waren noch einmal wieder stressig, denn der Motoralarm ertönte kurz vor dem Einlaufen – er mußte also ignoriert werden, dafür behielten wir allerdings die Temperaturanzeige mit Argusaugen im Blick, die zum Glück unveränderlich auf ihrem normalen Wert blieb. Wir legten nach einer kurzen Anmeldung per Funk am Montag, den 10. Juni 2019 um 15:00 Uhr im Yachthafen Port Moselle (Position: S22°16,632‘ E166°26,407‘) an und wurden sogleich freundlich von einem Marina Mitarbeiter begrüßt. Er bestellte sofort die Leute von der Bio-Security für unsere Einklarierungszeremonie. Und es dauerte nicht lange, dann kamen sie auch schon an Bord. Asha war gerade dabei unser Mittag vorzubereiten. Nach ein paar formellen Fragen, einem Blick in den Kühlschrank und ins inzwischen leere Fach mit dem frischen Obst und Gemüse sowie den üblichen Fragen nach Honig, Frischfleisch und Käse und nicht zu vergessen dem Smalltalk über das Leben in Noumea und einige interessierte Fragen zu unserer Reise verließen sie uns schon wieder und wir konnten uns über unser Mittagessen hermachen. Anschließend holten wir die gelbe Flagge herunter, spazierten einmal am Ufer auf und ab um danach bei einem heißen Tee unter Decken eingekuschelt unser Zähneklappern zu kurieren. Es ist hier ja schließlich winterlich kalte 18°C des Nachts und auch tagsüber steigt das Thermometer in der Regel nicht höher als angenehme 25°C.

Am Folgetag erledigten wir den Rest des Papierkrams beim Hafenmeister und bei der Immigrationsstelle. Wir bekamen nur auf Nachfrage einen Stempel in unsere Pässe, schließlich ist Nouvelle Calédonie ja ein Französisches Überseedepartment in dem wir als Europäer kein Visum benötigen.
Neu Kaledonien ist nach unserer bisherigen Erfahrung das am wenigsten französische Überseegebiet Frankreichs. Man kommt hier bestens mit Englisch aus und mit Helges Französisch Kenntnissen haben wir hier viel Spaß und nette Gespräche in einem echten Kauderwelsch aus verschiedenen Sprachen, sogar Deutsch ist dabei. Manchmal kommen natürlich auch Hände und Füße zum Einsatz, denn jeder möchte irgendwie kommunizieren – das nennt man wohl multikulti! Nach dem zweiten Weltkrieg sind hier so viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen hängen geblieben, die sich inzwischen alle als Neukaledonier sehen und damit auch einen eigenen Nationalstolz entwickelt haben mit dem sie die Frage nach der Unabhängigkeit von Frankreich selbstbewußt angehen. Etliche Neukaledonier sehen sich aber eigentlich am liebsten als echte Europäer.

Für den nächsten Abschnitt unserer Reise wollen wir Nouvelle Calédonie mit all seiner Infrastruktur nutzen um uns DREI fit für die kommenden Abenteuer zu machen. Nach nun fünf Jahren unter der brennenden Sonne wollten wir unsere Haut mal von einem Profi auf Sonnenschäden untersuchen lassen und außerdem ein paar andere Arztbesuche erledigen. Unsere Haut ist in bestem Zustand und für die kommenden Gegenden sind wir nun auch wieder mit dem passenden Impfschutz versehen. Japanische Enzephalitis (übertragen durch Stechinsekten) wird für die weiteren Gebiete genauso wichtig, wie die Auffrischung von unserer Polioimpfung, denn einige der folgenden Länder kämpfen gerade mit einer Epidemie, so daß eine frische Impfung und ein neuer Nachweis erforderlich sind. Auch Gegenwind ruft nach einiger Pflege, denn ihre Cockpitventile tropfen, das Unterwasserschiff braucht einen neuen Antifoulinganstrich, unsere Navitagionsgeräte zeigen Ausfälle und noch so ein paar „Kleinigkeiten“. So sind wir seit unserer Ankunft von Arzt zu Arzt gelaufen, von einem Laden zum nächsten gezogen, sind mit dem Bus zu einer Werft gefahren, die für uns interessant erschien und haben ein Gewerbegebiet mit allem möglichen technischen Kram entdeckt. Abends sind wir daher meist nach einer heißen Tasse Tee tief und fest eingeschlafen um das Programm am Folgetag fortzusetzen.
Man muß die meisten Leute hier wie fast überall immer wieder an die Aufgaben, Lieferungen erinnern, aber jeder ist willig und es gibt natürlich immer wieder Zeit für einen kleinen Austausch über „Gott und die Welt“ dabei oder wir bekommen weitere Adressen genannt, bei denen unser Ansprechpartner auch in der Regel gleich mal schnell anruft um sicher zu gehen das wir den Weg nicht umsonst machen – das nennt sich doch mal Kundenorientierung.

Viele Grüße aus dem winterlichen Numbo, Nouvelle Calédonie
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Neukaledonien: Unsere ersten Abenteuer in einem neuen Land

Datum: Sonntag, 09. Juni 2019 – 16:00 Uhr Neukaledonien- Zeit
GPS-Position: S 22°20,662‘, E 166°44,711‘
Wir liegen vor Anker in der Bucht Baie Ue, auf 8,8 Metern Wassertiefe.
Aktuelles Wetter: grauer Himmel mit kleinen Regentropfen, bei 23,6°C im Schiff, Wassertemperatur 22,4°C, Wind 3-4 Beaufort aus südöstlichen Richtungen, leider ist unser Ankerplatz etwas schauklig.

Nachdem wir die erste Nacht in Neukaledonien wieder gut und schaukelfrei geschlafen hatten machten wir uns am Donnerstag, den 06. Juni 2019 auf in Richtung Hauptstadt. Allerdings wurden wir ziemlich unsanft aus unserer Freude an der pittoresken Landschaft herausgerissen. Der Temperaturalarm vom Motor quiekte und leuchtete immer wieder kurzeitig auf. Also Motor aus und Segel (Groß im 2. Reff und Genua III) hoch, wir sind ja schließlich ein Segelschiff und ein bisschen Kreuzen (im Zickzack gegen den Wind ansegeln) haben wir auch mal gelernt. Doof ist es nur, wenn man denn muß und keine freie Wahl hat. Es segelte sich wie zwischen schwedischen Schären mit Nordseewattenmeerströmungen und einem Mix aus Dänischer Südsee aber wir kamen aber relativ gut voran und die Seekarten (Navionics) sowie die hiesigen Seezeichen sind echt gut. Nach viereinhalb Stunden und 17 gesegelten Seemeilen fuhren wir zum Schluß sogar das Ankermanöver noch unter Segeln, das trotz jahrelang fehlender Übung noch prima klappte. Hundemüde fielen wir in die Koje. Auf Position S22°23,082‘ E166°53,823‘ in der Bucht Bonne Anse, am Baie du Cap, in der wir auf 12,6 m Wassertiefe unseren Anker fallen ließen, umfing uns allerdings eine laute Nachtruhe, denn Fallböen stürmten um Gegenwind und die Ankerkette knatschte über Geröll.
Den kommenden Tag widmeten wir uns dem Motor: Keilriemen wechseln, Seewasserimpeller wechseln, Kühlwasser noch genauer checken und dann wollten wir einen Probelauf starten in der Hoffnung das hält bis zur Hauptstadt und dem nächsten Hafen. Aber die nächste Hiobsbotschaft meldete sich: Der Gaszug war gebrochen, so daß wir kein Gas mehr geben können. Aber das kann doch einen Seemann nicht erschüttern – oder? Zumindest gibt es Übergangsweise bis zum nächsten Yachtshop eine provisorische Lösung mit Leinen aus dem Maschinenraum bis ins Cockpit.
Am Samstag, den 08. Juni 2019 starteten wir unseren Probelauf und nahmen den Anker auf, um mit Motor und sicherheitshalber Großsegel (im 2. Reff) die nächsten Meilen zu machen. Das Glück sollte mit uns sein, denn gleich nachdem Anker auf Gehen begrüßten uns zwei Delfine. Wir fuhren durch tolle schroffe Landschaften aus rotem Fels und grünen Hügeln. Nach 13 Seemeilen und drei Stunden Motorsegeln fiel der Anker in der Baie Ue auf 8,8 m Wassertiefe, auf Position S22°20,662‘ E166°44,711‘. Unsere Gaszugkonstruktion mit den Leinen ist zwar umständlich aber sie funktioniert und der Temperaturalarm des Motors meldete sich auch nicht zu Wort.
Heute wollten wir eigentlich die letzten 20 Meilen zum Einklarierungshafen angehen, aber wir waren so müde von den letzten Aktionen, das wir beschlossen einen Tag hier auszuruhen und erst danach das letzte Stück hinter uns zu bringen und uns in die Formalitäten zu stürzen.

Viele abenteuerliche Grüße aus Neukaledonien
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Fiji im Kielwasser: 7.Tag, wir sind in Neukaledonien

Datum: Mittwoch, 05. Juni 2019 – 18:00 Uhr Fiji-Zeit oder jetzt 17:00 Neukaledonien- Zeit
GPS-Position: S 22°17,754‘, E 167°00,969‘
Wir liegen seit 16:10 Uhr Neukaledonien- Zeit vor Anker in der Bucht „de Goro Port“, auf 12,3 Metern Wassertiefe. Gesegelt seit gestern 101sm, Gesamtdistanz 711sm.
Aktuelles Wetter: grauer Himmel, zeitweise Regen bei 24,1°C im Schiff, Wassertemperatur ist weiter gefallen auf kalte 22,5°C, Wind 1-3 Beaufort aus westlichen bis nördlichen Richtungen, Seegang ist hier am Ankerplatz zum Glück nicht vorhanden.

Die ganze Nacht sind wir Motorboot gefahren. Es hat aber doch nicht gepaßt heute früh in das Archipel einzulaufen, denn wir waren gut eine Stunde zu spät für die Gezeit. So verbrachten wir den Vormittag mal wieder mit rumtreiben ca. zehn Seemeilen vor dem Paß. Wir hatten die Segel geborgen und den Motor abgestellt, so daß Gegenwind in den kleinen Wellen sachte dahinschaukelte.
Zum Mittag starteten wir den Motor und nahmen Anlauf auf die Paßeinfahrt. Wir wollten bei Niedrigwasser durch die Havanna- Passage ins Archipel. Wir waren pünktlich zum Niedrigwasser dort, es war auch ziemlich ruhig, aber uns fehlte der einlaufende Strom, der uns mitziehen sollte? Naja, so kämpfte Gegenwind sich langsam hindurch und wir bogen gleich nach der Durchfahrt rechts ab um für die Nacht einen ruhigen Schlafplatz zu finden. Dabei kamen wir sogar ohne als Speise im Kochtopf zu landen sicher am Kap der Kannibalen vorbei. Jetzt liegen wir vor einer malerischen Landschaft und bewundern einen schicken Wasserfall die Berge hinabrauschen.
Nun müssen wir nur noch die letzten ca. 50 Seemeilen zur Hauptstadt nach Noumea fahren um einzuklarieren. Aber morgen ist auch noch ein Tag!

Viele Grüße und gute Nacht aus Neukaledonien
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Fiji im Kielwasser: 6.Tag, heute sind wir ein Motorboot

Datum: Dienstag, 04. Juni 2019 – 13:00 Uhr Fiji Zeit
GPS-Position: S 21°51,844‘, E 168°40,629‘
Kurs 250°, Motorbootfahrt, Geschwindigkeit 5kn, Großsegel und Genua III geborgen. Etmal in den letzten 24 Stunden 66sm, noch zu segeln 94sm.
Aktuelles Wetter: grauer Himmel, bei 26°C im Schiff, Wassertemperatur weiter fallend auf nur 23,7°C, Wind 1-2 Beaufort aus südlicher bis östlicher Richtung, Seegang 2m aus Südwest, Wellen 0,5m aus südlichen Richtungen, ziemlich unruhig.

Gestern Abend hat uns der Wind verlassen! Die Nacht verbrachten wir rumtreibend – leider nicht bei netter Musik und Tanz, sondern auf unserer hin- und her rollenden Gegenwind. Heute sind wir nun endgültig geplagt von Muskelkater aber das Schaukeln geht weiter. In den Morgenstunden mußte Helge sich erst einmal um das Kühlsystem unseres Motors kümmern, denn beim letzten Abschalten gab es einen Kühlwassertemperaturalarm. Also galt es nun einmal den Kühlwasserstand prüfen, einmal die elektrischen Kontakte vom Alarmgeber prüfen und einmal den Seewasserimpeller inspizieren. Dabei mußte der Niedergang so fixiert werden, das er nicht durchs Schiff flog und es ging darum nicht zu viel Wasser im Schiff zu verteilen und möglichst auch keine Schrauben zu verlieren oder gar das Werkzeug in die Bilge kullern zu lassen. Das hört sich nicht nur schwierig an, sondern ist ein absoluter Akrobatenakt bei so einem Seegang. Ein kleines Paddelblatt vom Seewasserimpeller war verdreht,
ein paar Tropfen Kühlwasser konnten noch nachgefüllt werden aber das war es dann mit den Bordmitteln hier auf hoher See. Der Probelauf dauert nun schon gut drei Stunden und der Motor läuft ohne eine Alarmmeldung zu geben. Wir hoffen mal, das es das war!
So motoren wir nun unserem Ziel entgegen!
Übrigens passieren wir gerade ein Flach mit 500m Wassertiefe, die Recif Durand, das südlich von uns in ca. zehn Seemeilen Entfernung sogar bis an die Oberfläche reicht. Sonst haben wir um uns herum eher ca. 1000m Wassertiefe.
Viele Grüße aus dem Pazifik
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Fiji im Kielwasser: 5.Tag, wie im Karussell

Datum: Montag, 03. Juni 2019 – 13:00 Uhr Fiji Zeit
GPS-Position: S 21°30,797‘, E 169°44,292‘
Kurs ca. 250°, halber bis am Wind (Wind von der Seite bis schräg von vorne), Geschwindigkeit zwischen 3 und 5kn, Großsegel im zweiten Reff und Genua III gesetzt. Etmal in den letzten 24 Stunden 92sm, noch zu segeln 157sm.
Aktuelles Wetter: grauer Himmel, bei 25,6°C im Schiff, Wassertemperatur nur 24,5°C, Wind 3-4 Beaufort aus südlicher Richtung, Seegang 2m aus Südwest, Wellen 1m aus südlichen Richtungen ziemlich kabbelig.

Nachdem wir gestern Abend wieder mal das dritte Reff eingebunden und das Vorsegel ein gutes Stück kleiner gerollt hatten, ging es immer gegen starken Wind und kabbelige Wellen gegen an. Unsere Nacht war zusätzlich zum Frieren wie Karussell fahren. Im Cockpit hieß es festhalten und in der Koje hat sich der Körper den dringenden Schlaf geholt, indem er die Umgebung einfach ausgeblendet hat. Die Folgen sind allerdings etwas unangenehm, denn so im Schlaf verspannt mit dem Festhalten an der Bettdecke tun uns heute alle Knochen weh. Heute hat der Wind wieder nachgelassen und eine etwas freundlichere Richtung für uns angenommen, so daß uns nur noch die kabbeligen Wellen durch Gegenwind schubsen. Festhalten ist angesagt, aber wir kommen voran!

Viele Grüße aus dem Pazifik
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Fiji im Kielwasser: 4.Tag, Vanuatu tropisch warm?

Datum: Sonntag, 02. Juni 2019 – 13:00 Uhr Fiji Zeit
GPS-Position: S 20°57,057‘, E 171°14,401‘
Kurs ca. 260°, am Wind (Wind schräg von vorne), Geschwindigkeit zwischen 4 und 5kn, Großsegel im zweiten Reff und Genua III gesetzt. Etmal in den letzten 24 Stunden 100sm, noch zu segeln 247sm.
Aktuelles Wetter: grauer Himmel ab und an mal ein Stückchen Blauschimmer zu erkennen, bei 25,9°C im Schiff, Wassertemperatur nur 24,6°C, Wind 3-4 Beaufort aus Südwest bis Süd, Wellen 1m aus südlichen Richtungen etwas kabbelig.

Hoffentlich dreht der Wind bald auf eine südlichere Richtung, denn sonst geraten wir viel zu weit nach Norden. Und wir haben uns doch entschieden die Inselgruppe Vanuatus nicht anzulaufen, die Gegenwind damit ansteuert. Unser Zeitplan würde mit einem Abstecher mit dem seltenen Segelwetter hier völlig aus den Bahnen geraten.
Als Schulmädel in der sechsten Klasse im Erdkundeunterricht hatte Asha übrigens schon mal erklärt, sie möchte einmal ins tropische Vanuatu – jetzt sind wir zumindest in den Gewässern des Pazifikstaates. Naja, und das mit den Tropen ist hier gefühlt auch so eine Sache, denn der tropische Winter, der ja im Anmarsch ist, läßt uns inzwischen schon ganz schön frieren. Nachts werden Schlafsäcke herausgeholt und wir vermummeln uns auf unseren Wachen im Cockpit im Ölzeug, damit die Zähne nicht zu sehr klappern.

Viele Grüße aus dem Pazifik
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Fiji im Kielwasser: 3.Tag, Bergfest!?

Datum: Samstag, 01. Juni 2019 – 13:00 Uhr Fiji Zeit
GPS-Position: S 20°28,745‘, E 172°56,376‘
Kurs 250°, am Wind (Wind schräg von vorne), Geschwindigkeit zwischen 3 und 5kn, Großsegel im dritten Reff und Genua III gesetzt. Etmal in den letzten 24 Stunden 101sm, noch zu segeln 347sm.
Aktuelles Wetter: Sonnig mit Durchzug leichter Wolken, bei 26,8°C im Schiff, Wassertemperatur 25,1°C, Wind 3-4 Beaufort aus Süd bis Südwest, relativ ruhige See, Wellen 1m aus südlichen Richtungen etwas kabbelig.

Unser Vogel von gestern ist nicht zurückgekommen!
Nun geht also alles seinen ganz ruhig geregelten Gang an Bord – so mögen wir die Überfahrten! Mal dreht der Wind etwas auf, ein Reff mehr, mal läßt der Wind nach, ein Reff weniger, dann treiben wir mal für kurze Zeit in einer kleinen Flaute. Aber trotzdem kommt Gegenwind unserem Ziel näher. Heute haben wir die Hälfte der Strecke hinter uns gelassen, ob das auch die Hälfte der Zeit war?

Viele Grüße aus dem Pazifik
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Fiji im Kielwasser: 2.Tag, ein mächtig großer Vogel

Blinder Passagier lässt sich nicht durch Kontrollgang stören

Blinder Passagier lässt sich nicht durch Kontrollgang stören

Datum: Freitag, 31. Mai 2019 – 13:00 Uhr Fiji Zeit
GPS-Position: S 19°59,600‘, E 174°38,284‘
Kurs 250°, am Wind (Wind schräg von vorne), Geschwindigkeit knapp 5kn, Großsegel im dritten Reff und Genua III gesetzt. Etmal in den letzten 24 Stunden 115sm, noch zu segeln 446sm.
Aktuelles Wetter: grauer Himmel mit Regenschauern und Squalls zwischendurch, bei 27,8°C im Schiff, Wassertemperatur 25,5°C, Wind 4-5 Beaufort aus Süd bis Südsüdwest, relativ ruhige See, Wellen 1m aus südlichen Richtungen.

Unsere Seekrankheit läßt langsam nach und so konnten wir die vergangene Nacht sogar wieder einigermaßen Schlafen. Wir hatten ja auch einen Aufpasser an Bord. Gestern am Spätnachmittag gesellte sich ein ziemlich großer Vogel zu uns. Erst umkreiste er Gegenwind und dann nahm er Platz. Natürlich nicht ohne vorher seine unschönen Spuren an Deck zu verteilen. Gegenwinds Bugkorb gefiel ihm und da landete er und nachdem er sein Gleichgewicht gefunden hatte begann er sein Gefieder zu putzen. Dabei ließ er sich auch nicht stören als Helge seinen täglichen Kontrollgang aufs Vorschiff machte. Zur Nacht stecke er seinen Kopf in die Federn und schlief ordentlich wackelnd aber fest ein auf seinem Platz ein. Zum Morgengrauen zog er ab und besorgte sich ein Frühstück um anschließend auf wieder auf seinem Platz auf Gegenwinds Bugkorb zu landen, sich wieder das Gefieder zu putzen und das nächste Schläfchen zu genießen. Jetzt zum Mittag ist er wieder fortgeflogen – wir sind mal gespannt ob er nach dem Fischen wieder zu uns zurückkommt!

Viele Grüße aus dem Pazifik
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Fiji im Kielwasser: 1.Tag, unsere Seebeine müssen sich noch entwickeln

Datum: Donnerstag, 30. Mai 2019, Himmelfahrt – 13:00 Uhr Fiji Zeit
GPS-Position: S 19°14,084‘, E 176°28,411‘
Kurs 250°, Geschwindigkeit 5kn, Großsegel im zweiten Reff und Genua III gesetzt. Bisher gesegelte Strecke 136sm, noch zu segeln 560sm.
Aktuelles Wetter: grauer Himmel mit leichten Sonnenscheinauflockerungen dazwischen, bei 28,6°C im Schiff, Wassertemperatur 27,1°C, Wind 4 Beaufort aus Südost, relativ ruhige See, Wellen 1m aus Süd bis Südost.

Wir halten uns heute kurz, denn wie bei jedem Törn fordert auch diesmal die Seekrankheit die ersten Tage ein wenig Rücksichtnahme auf unser Befinden. Wir hängen unseren Gedanken nach und verarbeiten unseren Abschied von Fiji aber wir freuen uns auch schon auf das kommende Land!

Viele Grüße aus dem Pazifik
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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Fiji im Kielwasser: 0.Tag, noch nicht ganz weg

Datum: Mittwoch, 29. Mai 2019 – 09:15 Uhr Fiji Zeit GPS-Position: S 18°06,653‘, E 178°23,725‘ (unser Ankerplatz in Suva) Kurs Süd um die Südspitze von Viti Levu herum – so planen wir es jetzt, unser Anker geht gleich hoch, die Genua III ist angeschlagen und fertig zum Einsatz, das dritte Reff (unsere Standardauslaufeinstellung) ist eingebunden, vor uns liegen ca. 700 sm. Aktuelles Wetter: Sonnenschein und ein paar Wolken, feuchtwarm bei 27,0°C im Schiff, Wassertemperatur 26,9°C, Wind 1-2 Beaufort aus Südost, ruhiges Wasser in der Ankerbucht. Nachdem wir nun ein Wetter gefunden haben, das uns so einigermaßen paßt und die Formalitäten nicht noch weiter streßt, ist jetzt tatsächlich alles startklar – mit einem Tag Verspätung aber das nennt man hier einfach mal Fiji-Zeit. Mit der Überdehnung unseres Visum haben wir uns hier in Fiji einen Stempel eingefangen, der uns mit einer zusätzlichen Gebühr belegt, wenn wir innerhalb des nächsten Jahres zurückkommen wollten. Die Beamten waren mal wieder super-super freundlich bei dem Papierkram, obwohl wir auch dieses Mal wieder Papiere ausgefüllt haben, gleichzeitig Fragen beantworten mußten und nebenbei mit Smalltalk abgelenkt wurden – und das selbstverständlich in English. Nun ist das letzte frische Obst an Bord, unser Dingi in Gegenwind verstaut und wir haben uns noch einmal eine letzte Flasche Wasser als Dusche gegönnt. Klar zum Auslaufen! Es geht weiter nach Westen, neuen Abenteuern, neuen Ländern und Menschen entgegen! Viele Grüße aus Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Jetzt aber Anker hoch

Leckereien vom Bufett

Leckereien vom Bufett

Nun sind wir doch schon seit knapp zwei Wochen in Suva. Das Wetter und die Wettervorhersagen sind echt absolut garstig! In den letzten beiden Wochen haben wir außerhalb der Zyklonsaison verfolgt ob hier doch noch ein später Zyklon über uns hinwegrauscht, obwohl die eigentlich zu niedrige Wassertemperatur – nur ca. 26°C – dagegen spricht, aber die Warnsysteme gingen von gelb über rot und sind nun wieder auf gelb mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit. Währenddessen meldete der Fiji Wetterbericht Starkwind und Sturmgefahr, außerdem brachte er Schwell- und Flutwarnungen mit Wellen von 4,5 Metern, die über das Riff schwappen sollten. Davon haben wir nur ein wenig mehr Wind gespürt und die hohe Brandung am Außenriff mitbekommen. Die Wettervorhersagen zeigen für die kommende Woche wechselnde Winde mit Flauten. Südlich der Route nach Neukaledonien werden sich wohl weitere Sturmgebiete in Australien entwickeln und mit dem Durchzug unser Wetter beeinflussen. Die beiden großen Wettermodelle (ECMWF und GFS – www.windy.com ) sind sich auch mal wieder nicht so wirklich einig über die Vorhersagen. Wir interpretieren die Vorhersagen mit schwächeren Winden allerdings als Chance für uns, morgen, Dienstag, den 28.Mai 2019 unseren Anker zu lichten und um die Südspitze Viti Levus herum unseren Kurs in Richtung Westen abzusetzen.
Gegenwind aus einem anderen Blickwinkel

Gegenwind aus einem anderen Blickwinkel

So ganz wohl haben wir uns übrigens die letzte Woche hier in Suva nicht mehr gefühlt, denn wir haben unseren Aufenthalt ein wenig überdehnt, natürlich mit Absprache der Behörden, aber doch nur geduldet. Trotzdem waren wir noch einmal im Kino und schauten uns Disneys „Aladin“ an, man kann ja nicht nur rumsitzen und warten. Außerdem besorgten wir noch ein paar Teile für Gegenwind und genossen gestern ein Luxusfrühstück im „Continental-Style“. Da sich unser Ankerplatz hier in Suva direkt vor dem Novotel befindet, schauen wir den Hotelgästen beim Frühstücken zu und beneiden sie um die kleinen Leckeren, die ihnen geboten werden. Das wollten wir auch mal und gestern war es soweit. Wir gingen zum Frühstück auf die „andere“ Seite, um mal auf eine andere als die gewohnte Art unser Frühstück zu genießen und zusätzlich Gegenwind aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Die Hotelgäste, die uns normalerweise ja auf Gegenwind beim Frühstücken zusehen, beneiden uns dabei auf ihre Art – auf unsere Abenteuer nämlich. Übrigens: Sobald wir in See stechen werden wir natürlich auch wieder täglich berichten! Viele Grüße aus dem großstädtischen Suva, Viti Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Wetterkapriolen - Länger als geplant in Suva

Wachsoldaten

Wachsoldaten

Für Suva hatten wir zwei bis drei Tage eingeplant, nun sind es schon fünf Tage und ein Aufbruch ist nicht in Sicht. Suva ist eine quirlige Stadt. Während Gegenwind an ihrem Ankerplatz von der Polizei bewacht wird und auch unser Dingi am Dingisteg unter Polizeiaufsicht steht, genießen wir das wuselige Treiben, die vielen Menschen, den riesigen Früchte- und Gemüsemarkt, sowie die Infrastruktur Suvas. Nur auf den stinkenden Straßenverkehr könnten wir gut verzichten. Wir haben inzwischen schon einen guten Teil des Stadtzentrums abgelaufen und das Fiji-Museum mit der hiesigen Geschichte angesehen. Ohne die als primitiv angesehene damalige Technologie der Pazifischen Inselwelt gäbe es heute wohl keine modernen Katamarane! UN-Generalsekretär A. Guterres war während unserer ersten Streifzüge durch Suva auch gerade zu Besuch – Klimawandel ist in der Politik auch hier ein Thema. Sichtbar ist Umweltschutz allerdings hauptsächlich für Touristen. Beim Eingang zum Parlament standen wir am Wachhäuschen vor einem modern und einem im Kolonialstil gekleideten Wachsoldaten und wir wurden eingeladen ein paar Fotos von ihnen zu machen. Der traditionell gekleidete Soldat strahlte uns seinen Stolz entgegen blieb aber stumm und steif, während sein modern gekleideter Kamerad gerne, wie hier eigentlich überall üblich, einen kleinen Klönschnack mit uns hielt. Bei einem wesentlichen Teil unserer Laufereien durch Suva ging es allerdings um unseren Aufenthalt und unsere Ausklarierung, die wir mit dem Zoll abstimmen müssen. Anders als gedacht bildet sich gerade ein verspäteter Zyklon nördlich von Fiji und die Zugrichtung sowie die Ausdehnung betrifft unseren Ankerplatz und unsere weitere Route nach Westen. Bis heute bietet allerdings noch kein Wettermodell eine Vorhersage, die über ein paar Stunden hinaus wirklich verwendbare Daten liefert. So warten wir und bleiben in Kontakt mit den Behörden für unsere Ausklarierung bis wir wissen, wie es sich weiterentwickelt. Suva bietet mehrere Kinos und am Samstag, den 18. Mai 2019 beschlossen wir uns in einem davon den Film „The Hustle“ (deutscher Titel: Glam Girls- Hinreißend verdorben) anzuschauen. Das moderne, gut klimatisierte Kino war eine schöne Abwechslung zu dem tropischen Paradies und seinen echt Nerv tötenden Wetterkapriolen. Viele Grüße aus dem großstädtischen Suva, Viti Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Angekommen in Suva

Suva empfängt uns grau in grau

Suva empfängt uns grau in grau

Jetzt oder nie - Und es war jetzt! Besser wird der Wetterbericht nicht, zumindest nicht für unsere verbleibende Zeit. Die Wettervorhersagen versprachen 4 Beaufort/ 15 kn Wind aus Südost mit Böen von maximal 6 Beaufort/ 25 kn und nur rauer See – das ist jedenfalls ruhiges Wetter nach hiesiger Definition auch wenn es uns eigentlich zu viel ist. Aber unsere Zeit in Fiji läuft ab. So haben wir dann tatsächlich ohne Widerspruch von Gegenwind die Leinen in Savusavu losgeworfen und sind am Montag, den 13. Mai 2019 um 10:25 Uhr in See gestochen (für die Segler: 3.Reff im Großsegel und halb eingerolltes Schlechtwettervorsegel, die Genua III). Gegenwind belohnte uns mit ihrer maximalen Geschwindigkeit und heftigen Wellensprüngen, in denen sie mächtig Wasser über das Deck, das Cockpit und uns schaufelte und sogar den Windgenerator und die Solarfelder ordentlich mit Seewasser spülte. Das ging so den ganzen Tag, so daß unsere Seebeine etwas wackelig blieben und unsere Mägen nach einem halben Jahr ruhigen Liegens am schaukelfreien Ankerplatz sich ziemlich unwohl fühlten. Etwas Besserung gab es gegen Mitternacht, als wir den Makangai-Channel passierten und nun geschützt vor den 2 m hohen Wellen im Schutz der Insel Makangai weitersegeln konnten. Nun hieß es allerdings Kreuzen (gegen den Wind im Zickzack fahren). Damit war dann unser Schlaf erledigt, zumal die Strecke nur in Teilen kartografiert ist, in denen wir dann unseren Kurs absetzten wollten und das ist Arbeit für zwei. In den Morgenstunden entschieden wir uns den Motor anstelle der Segel zu nutzen, denn sonst hätten wir eine weitere Nacht auf See einplanen müssen, was uns überhaupt nicht in den Kram passte. Suva empfing uns mit Weltuntergangsstimmung, es war grau in den trübsten Schattierungen und regnerisch dazu. So erreichten wir unseren Ankerplatz in Suva, der Hauptstadt Fijis tatsächlich noch mit dem letzten grauen Licht des Tages um 17:30 Uhr. Nun ankern wir in der Nukulekaleka-Bay (unter Seglern auch Lami-Bay genannt) auf 6,6 m Wassertiefe, Position: S18°06,653‘ E178°23,725‘. Wassertemperatur nur noch 26, 9°C (gut ein Grad kälter als in Savusavu). Und Ihr werdet es kaum glauben, angenehm frischen 27°C Lufttemperatur – es gibt nachts wieder eine dünne Bettdecke zum einkuscheln. Und so müde wie wir nach der Tour waren, fielen wir auch gleich todmüde in die Kojen. Viele Grüße aus dem großstädtischen Suva, Viti Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Wetter, Wetter und ein neuer Starttermin

Wetterplanung

Wetterplanung

Wie einfach ist doch das Segeln auf der Ostsee! Jetzt wo die Sommersaison dort beginnt bekommen wir immer wieder Meldungen über die ersten Segelstunden der Ostseesaison – einfach Segel setzten und ein paar Stunden Spaß haben. So einfach geht es hier leider nicht auch wenn unsere Temperaturen herrlichen „Sommer“ versprechen. Zum einen beginnt hier bei uns natürlich der Winter auf der Südhalbkugel und zum anderen hat die Zyklon- und Regensaison noch nicht aufgegeben, obwohl sie offiziell zu Ende ist. Ca. 1000 Seemeilen westlich von unserem Standort formiert sich eine tropische Störung, die sogar noch zu einem Zyklon werden kann. Das ganze System beeinflußt unser Wetter hier und bringt Regen, unbeständige und auch starke bis steife Winde. Abgekühlt hat es sich allerdings und wir haben uns während der letzten Nächte sogar mal wieder eine dünne Bettdecke übergeworfen – halt nur noch 26,6°C. Die Wetterberichte sind nicht so einheitlich, daß sie uns gute Daten über einen Tag im Voraus liefern und da wir keine Lust auf hartes Segeln bei rauem Seegang verspüren, warten wir – was in der Ostsee ein paar Stunden bedeutet, wird hier schnell zu Tagen oder Wochen mit viel Geduld – es heißt ja schließlich auch Langfahrtensegeln! Da sind doch ein paar Wochen mehr oder weniger mal drin, denn es geht beim Langfahrtensegeln ja dann auch gleich wieder auf ein paar hundert Seemeilen und einige Tage oder Wochen hinaus auf den Ozean. Der Wetterbericht scheint allerdings unsere Aufenthaltsgenehmigung für Fiji zu kennen, denn für die kommende Woche kündigt er Besserung an!?!? Viele Grüße aus dem heute schon wieder regnerischen Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Gegenwind hat NEIN gesagt

Das Zeug war in unserem Dieseltank

Das Zeug war in unserem Dieseltank

Am Mittwoch, den 01. Mai 2019 wollten wir ja eigentlich mit der Segelsaison starten. Die Betonung liegt hier auf dem „eigentlich“. Wir hatten unseren Proviant fertig, die Segel angeschlagen, unsere Navigation präpariert und nun schauten wir uns noch einmal das Wetter an, das uns nicht mehr so ganz gefiel, aber es hätte nach unserer Einschätzung bis zum Ziel durchstehen müssen. Also ab an den Motorstart zum Ablegen. Dazu gehört bei uns immer ein kurzer letzter Blick auf Ölstand, Kühlwasser, Seewasserfilter und Dieselvorfilter. Zu blöd – aber der Dieselvorfilter war dunkel, so daß wir eine kleine Probe abließen, die uns schwarzklebrig entgegenkam. So sollte kein Diesel aussehen! Nach einigem Hin und Her nahmen wir Gegenwinds Aussage, sie fühlt sich nicht wohl mit der dunklen Brühe im Dieselfilter auf und entschieden uns zum Bleiben, um das Problem anzugehen bevor wir einen Motorausfall riskieren und damit womöglich in irgendeiner Engstelle  auf einem Riff hängenbleiben. So laufen Pläne dahin… . Jetzt hieß es erst einmal den Segelfertigzustand wieder auf kurzzeitigen Hafenmodus zurückzubringen und dann mal schauen wie wir das Problem lösen. Natürlich gab es hier nur eine Fiji-Lösung, denn in den Werkstätten und Fachgeschäften schaute man uns nur ziemlich unverständlich an, als wir nach Möglichkeiten einer Tankreinigung oder einer Absaugemöglichkeit fragten. Die anderen Segler um uns herum verstanden eher unser Vorhaben, konnten uns aber nicht helfen. Stattdessen nutzen sie unser Problem als Information um dann ihren eigenen Dieseltank zu inspizieren. Letztendlich fand Helge nach langem Palaver, viel Lauferei aber doch noch am selben Tag in einem der Baumärkte eine große Handölpumpe und ein paar „Bastelteile“. Anschließend bereiteten wir uns am Abend mental auf das Abtauchen in Gegenwinds Keller zu unserem Dieseltank vor.
Kellerarbeiten

Kellerarbeiten

Am Folgetag reinigten wir den Dieselfilter – Ersatz für das Filterelement gibt es wohl erst im nächsten Land in ca. 700 Seemeilen Entfernung. Danach fingen wir an den Grund von unserem Dieseltank leer zu pumpen. Die schwarzklebrige Masse, die wir dabei herausholten, verstopfte die Ölpumpe alle paar Züge, so daß wir sie ständig demontieren und reinigen mußten. Ziemlich genervt hörten wir mit Dunkelwerden auf, verschlossen unseren Keller wieder und taten noch einen frustrierten Blick in den Wetterbericht. Naja, der frische Wind, den wir an unserem Liegeplatz wahrnahmen, wurde von dem Wetterbericht bestätigt und so waren wir irgendwie doch froh, daß wir nicht losgekommen waren, denn Windstärke sechs bis sieben von vorne mit rauer See sind dann doch kein Segelspaß für uns. Wir müssen uns halt alle DREI wohlfühlen und wenn einer von uns NEIN sagt, ist die Entscheidung klar – diesmal war es Gegenwind die ihre Bedenken angemeldet hatte. Am Freitag lief es besser mit dem Auspumpen des Diesels aus dem Tank und zum Schluß war der Treibstoff sogar wieder klar. Seitdem Filtern wir knapp 100 Liter Diesel, die wir in Kanistern an Deck zwischengelagert haben und füllen sie sauber und klar Liter für Liter wieder in den Tank. Kaffeefilter tun dabei einen guten Dienst, es dauert halt nur lange. Heute am Sonntag lief der Motor das erste Mal nach der Aktion und es sieht so aus, als brauchen wir nur noch auf passendes Wetter mit weniger Wind und vielleicht auch weniger Regen warten, um einen neuen Start zu probieren. Viele Grüße immer noch aus dem heute wieder regnerischen Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Unsere Segelsaison beginnt wieder

Segelfertig

Segelfertig

Es ist wirklich anstrengend in Fiji! Es regnet in Unmengen, mehr als jede gute Dusche an Wasser hergibt, dann scheint die Sonne und alles dampft und wir fühlen uns wie in einer Dampfsauna. Anschließend brennt die Sonne uns auf den Pelz, als wollte sie einem auf Maximum eingestellten Solarium Konkurrenz machen. So ganz nebenbei versuchen Spinnen, Kakerlaken, Moskitos und deren kleine Schwestern, die Sandfliegen uns einzuspinnen und auszusaugen oder einfach nur eine Bleibe zu finden. Trotzdem haben wir es geschafft Gegenwind segelfertig zu bekommen. Die Arbeiten wie Rigg checken, Segel anschlagen, Holzteile schleifen und lackieren und noch so einiges an Kleinkram an Deck und unter Wasser, das gepflegt, geprüft und überholt werden mußte, hatte nur Platz und Zeit in den wenigen Stunden in denen es nicht zu heiß oder zu nass war – also selten. Außerdem mußten sämtliche Vorräte gecheckt, abgelaufene Sachen verbraucht und ergänzt werden – Gegenwind wurde einmal auf den Kopf gestellt. Für die Insekten blieb uns hier letztendlich nur die großflächig eingesetzte Chemiekeule übrig. Allerdings mußten wir bei den Kakerlaken zum Einzelkampf übergehen und sie mit einem panzerauflösenden Spray außer Gefecht setzen – dabei sind leider auch Helges Fingernägel in Mitleidenschaft gezogen worden – aber wir haben gesiegt und gute zehn Stück beim Versuch bei uns an Bord heimisch zu werden vernichtet. In den letzten Tagen haben wir uns von unseren Freunden verabschiedet, was uns allen nicht ganz leicht fiel! Morgen, Mittwoch, den 1 Mai 2019 wollen wir nun unsere Leinen in Savusavu lösen und die Segelsaison mit einem ersten kleinen Segelstückchen nach Suva beginnen. Drückt uns die Daumen für einigermaßen brauchbares Wetter, denn der Wetterbericht ist hier doch nur bedingt realitätsnah. Viele Grüße aus dem heute regnerischen Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Zwei Kulturen in einem Land

Auch Helge steht der Sulu

Auch Helge steht der Sulu

Es wird ja wirklich Zeit, das wir uns wieder einmal melden! Kaum zu glauben aber das tägliche Leben verschlingt auch bei uns so mancherlei: „Wir wollten doch noch!“, aber das kennt Ihr ja… . Unser neues Crewmitglied hat sich inzwischen super eingelebt und sich auch an den Einsatz zur  Schwerstarbeit als Großraumtransporter gewöhnt. Ein Dingi für Langfahrtensegler muß halt mehr leisten als ein Spaßdingi auf der Ostsee. Wir sind nun schon über vier Monate in unserem Zyklonversteck und haben inzwischen den Einen oder Anderen kennengelernt und auch zum Freund gewonnen. Dabei leben wir tatsächlich in einem Land mit zwei Kulturen. Die Melanesier, also die Urbevölkerung Fidschis konzentriert ihr Leben auch heute noch auf kleine mehr oder weniger entwickelte Dörfer mit einem Chief, der irgendwie als Bürgermeister gilt, aber doch mehr ist und unter anderem auch die Polizeifunktion wahrnimmt und eigentlich fast wie ein Vater für alles ist. Vor einiger Zeit besuchten wir unsere melanesische Freundin Mili und ihre Familie. Dazu mußten wir einige  Regeln einhalten. Zum Einen mußten wir einen Sulu tragen – so gab es Helge das erste Mal mit „Rock“ zu sehen – und Milis Mutter mußte unseren Besuch und das was wir in dem Dorf machen wollten und durften mit dem Chief absprechen. Natürlich konnten wir uns in Milis Haus bei ihrer Familie frei bewegen, aber im Dorf wurden wir von Mili oder ihrer Mutter immer begleitet. Als Ehrengäste wurden wir zusammen mit der Gesangtruppe des Dorfes ins benachbarte Resort gefahren und waren Teil der Gesang- und Tanzaufführung für die Luxustouristen des Resorts. So durften wir allerdings keine Fotos machen und jeder aus der Gesanggruppe zog uns einfach mit in die richtigen Positionen. Diese Art der Vorführungen sind eine der wenigen Möglichkeiten für das Dorf Geld für die Weiterentwicklung der Gemeinschaft zu verdienen. Es war ziemlich gewöhnungsbedürftig für uns in die richtigen Positionen geschoben zu werden und auch einen oder mehrere Begleiter bei uns zu haben aber wir hatten viel Spaß gemeinsam und wurden am späten Abend im Gemeindehaus sogar zu einer Kawa- Runde eingeladen - auch das natürlich strikt geregelt im Wechsel zwischen Händeklatschen, Trinken und Reden. Die Kawa- Runde ist eine traditionelle, gesellschaftliche Zeremonie in der man ein aus Pflanzen hergestelltes berauschendes Gebräu zu sich nimmt. Es ist für die Melanesier ein wichtiger hochgeachteter Bestandteil ihrer Kultur. Ein ganz anderes Erlebnis hatten wir vergangene Woche, als wir mit dem öffentlichen Bus in einer gut zweistündigen Tour quer über die Insel nach Labasa gefahren sind. Als erstes genossen wir die Bustour in die höher gelegenen vulkanischen Gebiete. Es war angenehm kühl und das nur mit offenen Fenstern. Die Landschaft auf dem Hochplateau bot einen tollen Ausblick auf tropische Regenwälder, Plantagen und Dörfer – eine echte Abwechslung zu unserem Savusavu. Auf dem Busbahnhof in Labasa wurden wir von einem wuseligen Treiben empfangen. Man hatte uns im Vorfeld schon erzählt, das Labasa als indische Stadt gesehen wird und tatsächlich hatten wir bei dem Besuch den Eindruck, daß es hier kaum Melanesier auf den Straßen gibt. Wir waren nach Labasa gekommen um ein wenig mehr von der indischen Kultur mitzubekommen und nun standen wir mittendrin. Uns zog es in den größten hinduistischen Tempel auf der Insel, den Sangam Tempel. Etwas zurückhaltend lasen wir am Eingang ein Schild mit der geforderten Kleiderordnung, der wir so gar nicht entsprachen. Aber da kam auch schon jemand auf uns zu und lud uns trotzdem ein seinen Tempel kennenzulernen. So bekamen wir eine private Führung um mehr über Vishnu und Shiva und die Glaubensregeln im Tempel zu erfahren. Anschließend führte uns Chalmaiya ins Büro um den Präsidenten der Anlage, die zusätzlich zum Tempel noch eine Schule, eine Krankenschwesternausbildungsstätte, sowie einige Handelsgebäude umfaßt, bei einem Kaffee kennenzulernen. Asha hatte mit ihrem indischen Namen dabei echtes Interesse geweckt und so vertieften wir uns ausgiebig ins Gespräch, so das wir gleich noch zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen wurden. Die Übernachtung beim Präsidenten und seiner Familie lehnten wir dann aber doch ab und nahmen den letzten Bus nach Hause. Wir erleben hier wie zwei Kulturen, die Ureinwohner, also die Melanesier und die indisch stämmigen Fidschianer, die durch die Kolonisation hergekommen sind, nebeneinander leben und in ihrem Verhalten sehr deutliche Unterschiede zeigen. Die Melanesier schauen vielfach grimmig drein, haben aber doch meist ein freundliches „Bula“ (hallo) für uns und untereinander übrig. Wir treffen sie nur mal eben zum Einkaufen oder zum Arbeiten in den großen Orten wie Savusavu. Wenn wir mit ihnen reden, erzählen sie hauptsächlich vom Fischen, von ihrer Familie und vom Dorfleben. Die Kinder lernen Englisch als Amtssprache in der Schule. Zuhause wird „Fidschi“ gesprochen. Die indisch stämmigen Fidschianer leben hauptsächlich im Ort, sind meist geschäftig, sitzen hinter dem Steuer oder an den Supermarktkassen und sagen so gut wie nie „hallo“. Auch deren Kinder lernen die Amtssprache Englisch in der Schule, aber sie sprechen zu Hause ihre indische Heimatsprache. Im Ort begegnen uns immer wieder indisch aussehende Frauen mit einem blauen Auge oder Kinder mit blauen Flecken – Gewalt in der Familie ist hier ein eigentlich nicht ausgesprochenes Thema. Viele Grüße aus dem sonnigen und regnerischen Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Unser neues Crewmitglied

Unser neues Crewmitglied

Unser neues Crewmitglied

Gestern haben wir nun endlich den kleinen roten Teufel, unser geliehenes Dingi wieder an seinen Besitzer zurückgegeben. Wir wurden doch tatsächlich mit der Frage empfangen, wie häufig wir denn von ihm ins Wasser geworfen wurden. „Gar nicht!“ war unsere stolze Antwort. Natürlich gab es ein paar kritische Situationen, bei denen auch schon mal Wasser reinlief und ein paar lustige Balanceakte mußten wir auch überstehen aber abgesehen von nassen Füßen hatte der kleine Teufel uns nicht überlisten können. Mit dem Rücktransport unserer Leihgabe per Schlepp hatte unser neues Crewmitglied somit auch gleich seine erste Aufgabe prima gemeistert und das obwohl sie eine so lange Reise um die halbe Welt per Flieger hinter sich hatte. Nachdem klar war das wir unser neues Dingi bei SVB in Deutschland bestellen wollten, gab es einiges auf den Weg zu bringen. Alle Mitarbeiter die sich um unsere Bestellung gekümmert haben, leisteten einen tollen Job und das bei unseren Sonderwünschen – vielen Dank! Als das Paket oder eigentlich müssen wir sagen die beiden Pakete unterwegs waren, verfolgten wir die Sendungen mit Hochspannung, denn auch hier hatten wir die wildesten Geschichten von verirrten Paketen und entschwundenen Bestellungen gehört. Unser neues Schlauchboot sollte per DHL kommen, denn DHL ist der Lieferservice, der direkt hierher nach Savusavu liefert. Da das Schlauchboot mit all seinen Zubehörteilen zu schwer für ein DHL-Paket war, machte SVB zwei Pakete daraus – einmal das Schlauchboot und einmal die Zubehörteile – so paßte es. Es bedeutete für uns allerdings doppeltes Zittern. Nachdem wir die ersten Daten im deutschen Paket-Tracking-System fanden, liefen wir zum DHL- Service um unsere Pakete schon mal anzukündigen. Die deutschen Tracking Nummern waren allerdings nicht mit dem internationalen DHL-Verfolgungscomputer kompatibel und so ließ sich nichts finden – puhhh! Allerdings schickte man uns zum Zoll, genauer gesagt zu unserem Zollbeamten, der auch schon unsere Einklarierung vorgenommen hatte. Er beruhigte uns und schickte uns zur normalen Fiji-Post, wo man uns erklärte, das schon alles gut gehen wird und wir ja immer mal wieder vorbeigucken können – na, solche Aussagen kennen wir ja… . Außerdem sagten wir bei Beverly in unserem Marina- Büro Bescheid. Im Laufe der Wochen fanden wir im Tracking-System Aussagen wie „das Zielland ist erreicht“, danach „ist auf dem Weg ins Zielland“ bis zum Schluß „Verzollung im Zielland“ und „auf dem Weg zur Auslieferungsstelle“. In der Zwischenzeit wurden wir gute Bekannte mit unserem Zöllner, der DHL-Dame und den Leuten von der Fiji-Post. Es gab auch meistens ein paar kleine Alltagsgeschichten zum Austauschen. Am Freitag, den 22.02.2019 kam uns Beverly, mit dem Abholschein des ersten Paketes entgegen – eigentlich hatten wir die Adresse nicht als Lieferadresse angegeben – aber was soll’s. Wir liefen zur Fiji-Post – auch die Adresse hatten wir nicht als Lieferadresse angeben aber dort holten wir das Paket mit den Zubehörteilen ab. Jetzt hatten wir schon mal die Paddel! Am Mittwoch, den 27.02.2019 schauten wir bei der Fiji-Post vorbei und eine Mitarbeiterin zeigte uns unser zweites Paket, nur mitnehmen konnten wir es noch nicht, denn es fehlte noch der Zollstempel zur Freigabe. Das sollte am kommenden Tag erfolgen. So blieb uns noch ein netter Klönschnack und wir gingen am Folgetag wieder hin. Als die Postmitarbeiter uns sahen, legten sie das Paket bereit und schoben unserem Zollbeamten die Papiere zur Freigabe unter die Nase und nun war auch unser neues Schlauchboot nach nur gut dreieinhalb Wochen Lieferzeit in unseren Händen. Viele Grüße aus dem tropisch heißen Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Übrigens

Unsere Lieblingssendung „Von Hamburg bis Haiti“ (NDR-Info) brachte letzten Sonntag einen tollen Bericht über die Insel vor der wir gerade an der Mooringtonne liegen: https://www.ndr.de/info/sendungen/zwischen_hamburg_und_haiti/Fidschis-freundlicher-Norden,sendung861686.html Viel Spaß beim Hören! Viele Grüße aus dem tropisch regnerischen, heißen Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Schweißtreibendes Paradies

Treigut um Gegenwind

Treibgut um Gegenwind

Auch nachdem der Tropensturm Mona nun schon lange abgezogen ist, bleibt das Wetter hier das alles Bestimmende. Wenn wir jemanden treffen, lautet die Begrüßung in der Regel: „Hallo, heute ist es wieder sehr heiß…!“ oder „Hallo, man der Regen überflutet ja alles…!“ Wir sitzen also weiterhin regelmäßig am Wetterbericht und beobachten die Prognosen und machen halt das, was das Wetter gerade zuläßt. An den heißen Sonnentagen, zerfließen wir schon beim Frühstück und ab spätestens 10:00 Uhr morgens dürfen wir nicht vergessen Schuhe anzuziehen, wenn wir uns an Deck, oder an Land in der Sonne bewegen wollen, denn sonst verbrennen wir uns die Füße. Das sieht dann jedes Mal wie ein lustiger Stepptanz aus. Zu unseren Gängen in den Ort darf auf keinen Fall eine Flasche Wasser fehlen. Manchmal traut Helge sich auch auf einen ausgedehnten Spaziergang – zwei Stunden in der prallen Sonne sind aber auch genug. Der Wasserkonsum dabei ist enorm: zweieinhalb bis drei Liter Wasser gehen dabei drauf und die müssen im Gepäck mitgeführt werden. Im Ort gibt es allerdings auch ein paar Zapfstellen. Läden mit einer Klimaanlage gehören zu unseren Lieblingsplätzen und so kehren wir gerne mal bei einem der beiden technischen Kaufhäuser ein und schauen uns zum x-ten Mal die Auslagen an. In der angenehm klimatisierten Temperatur schöpfen wir wieder ein wenig Energie. Übrigens ergeht es den Einheimischen, die dieses Klima seit ihrer Geburt kennen nicht besser, auch sie wälzen sich nachts in ihren Betten, auch ihnen steht der Schweiß im Gesicht und auch sie sind erschöpft. Die Schulkinder die uns nachmittags auf dem Nachhauseweg begegnen schleppen sich uns schweißgebadet und mit einem Lappen den Schweiß wischend entgegen. An anderen Tagen regnet es dafür wie aus Eimern. Manchmal nur ein paar kurze Schauer, manchmal auch den ganzen Tag. Seitdem wir diesen Regen hier kennen, würden wir jeden  noch so heftigen norddeutschen Regen allerdings nur noch als Nieselregen bezeichnen und selbst die Regenzeit in Panama haben wir nicht so heftig in Erinnerung. Während dieser Schauer füllen wir aber innerhalb von einer halben Stunde mal eben dreißig bis fünfzig Liter Regenwasser für unsere Trinkwasserversorgung in Kanister. Das örtliche Trinkwassernetz, das aus den Hängen gespeist wird, ist überfordert mit so viel Wasser und liefert an Regentagen nur braunes Wasser mit wer weiß was drin. Die Straßen weisen nach solchen Regentagen gerne große Schlaglöcher im Teer auf, denn die Flicken werden meist ausgespült und die Straßenmeisterei ist ständig am Flickschustern. An den Regentagen bleiben wir in der Regel an Bord, denn der geht durch bis auf die Haut und auch das Dingi ist dabei schnell randvoll mit Wasser. Wir nutzen solche Schauer dann aber gerne mal als echte Regendusche. Die Feuchtigkeit läßt die Insektenwelt aufblühen und da hier nur wenig Wind vorhanden ist, wimmelt es überall von Fliegen und Moskitos. Abends zur Dämmerung, wenn es langsam kühler wird, zwingen uns die Biester bei ca. 30°C unter Deck um dann die Fenster und die Tür mit Netzten zuzuhängen. So summt es dann nur draußen während wir die Nacht im „Schwitzkasten“ verbringen. Diese Bedingungen sind ziemlich erschöpfend und verlangsamen das Leben im hiesigen tropischen Sommer enorm und da der Wetterbericht ziemlich unzuverlässig ist, bleibt uns auch nur ein spontanes, ans Wetter angepaßtes Leben übrig. Was heute nicht passiert, geht vielleicht morgen. So nun aber erst einmal genug zum Wetter. Denn wir versuchen hier natürlich auch wieder unser tägliches Leben zu gestalten. Für Gegenwind stehen einige aufwendige Arbeiten an. So muß das Sprayhood dringend nachgenäht werden, denn inzwischen sind alle Nähte auf. Da alle Reißverschlüsse der Korrosion zum Opfer gefallen sind und wir so nur am montierten Sprayhood arbeiten können, müssen alle Nähte an Deck per Hand erneuert werden. Vor gut zweieinhalb Wochen fing unser Schlauchboot an Luft zu verlieren - es ist aus PVC und hat uns nun zwei Jahre gedient. Die PVC-Klebungen halten den tropischen Anforderungen nicht länger stand. Nach zwei Reparaturen gaben wir auf, denn immer neue Löcher stellten sich ein. So weit ab vom Schuß ist es gar nicht so einfach Lösungen zu finden. Aber dank anderer Segler hier vor Ort sind wir weiterhin mobil und kommen an Land, denn wir konnten uns einen „kleinen roten Teufel“ mieten. Das kleine GFK-Dingi ist ein wenig kippelig und versucht schon mal uns abzuwerfen aber bisher haben wir es immer geschafft trocken überzusetzten. Vor Ort bekommen wir keinen Ersatz für unser Schlauchboot und so begaben wir uns im Internet auf die Suche. Dabei hatten wir Lieferanten von Neuseeland, Australien, China, USA und Deutschland durchgestöbert – jetzt ist ein Ersatzdingi aus Deutschland zu uns unterwegs! Wer glaubt, in den Tropen gibt es keine Erkältungen, der liegt nur fast richtig, denn die Fieberkrankheit, die hier gerade durchzieht wird von den Einheimischen gerne Erkältung genannt. Helge hat die Krankenwoche inzwischen fast überstanden. Mal sehen ob und wann es Asha erwischt. Viele Grüße aus dem tropisch regnerischen, heißen Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Besuch vom Tropensturm „Mona“

Regenfänger: Unsere Trinkwasserversorgung

Regenfänger: Unsere Trinkwasserversorgung

Wir haben uns ein echt aufregendes Plätzchen für die pazifische Sommerzeit gesucht. Seit dem Durchzug des Tiefdruckgebietes am Neujahrstag beobachteten wir das Wetter weiter sehr kritisch, mindestens zweimal täglich, denn ein weiteres Tief drohte mit mehr. Die Wetterberichte gaben sehr unterschiedliche Prognosen, die Menschen hier vor Ort wurden immer unsicherer und auch wir versuchten unsere eigenen Wetterinterpretationen der verschiedenen Wettermeldungen. Vor ein paar Tagen gingen in Fiji dann die Warnmeldungen über einen Tropensturm los. Dann bekam der Sturm einen Namen: Mona. In der „Fiji Times“ wurde von Evakuierungen berichtet, und auch hier in Savusavu vernagelten viele Geschäftsleute und einige Privatleute ihre großen Fensterfronten mit Brettern. Es wurden ein paar Vorräte besorgt und Taschenlampen bereitgestellt. Die Segler um uns herum zurrten alles fest, was nicht schon sturmsicher war und es wurden ein paar Extraleinen ausgebracht. Wie die meisten anderen waren wir ja von unseren Silvestervorbereitungen noch sturmklar. Jetzt hieß es warten! Schon seit Tagen schüttete es hier wie aus Kübeln, und vermutlich würde keine europäische Kanalisation diese Wassermassen auch nur ansatzweise bewältigen können, aber hier nimmt man die kleinen Bäche über die Straßen halt einfach hin. Leider schwemmte der Regen etliches Plastikzeug sowie Öle mit sich direkt ins Meer. Außerdem flossen an Gegenwind immer wieder Berge aus „Pampers“ vorbei – so einfach die Dinger beim Windelwechseln auch sein mögen aber für die Umwelt sind die kleinen Plastikhosen einfach eine Katastrophe. Für uns bedeutete der Regen Trinkwasser, denn die Wasserwerke liefern bei so einem Regen nur braunes, stark gechlortes Wasser, das eigentlich auch von keinem Einheimischen ungekocht getrunken wird – außerdem forderten die Behörden zum Abkochen auf. Mit unserem Regenfänger füllten wir unsere Trinkwasservorräte gut auf – Fünf Liter Kanister raus, zehn Minuten warten und schon wieder war ein Kanister voll. Also ist unsere Trinkwasserversorgung sicher 🙂 Die Unmengen von Regen verwandelten Gegenwind allerdings zu einer Tropfsteinhöhle. Ein norddeutscher, schmuddeliger Novembertag ist aus unserer hiesigen Sicht gemütlich am Kaminfeuer zu ertragen, während wir hier jetzt in immer feuchterem Klima schwitzen, und den schnell wachsenden Stockflecken in Gegenwind beim größer werden zugucken. Inzwischen ist alles klamm. Die Luft im Schiff ist zum Schneiden, denn der Sprühnebel, der bei so einem  Regen in der Luft liegt, dringt durch jede kleine Ritze. Erschrocken stellten wir heute fest, daß die heftige Feuchtigkeit nahezu alle lackierten Flächen – ob Zweikomponenten Lack an Deck oder nur einfachen Lack im Schiff zum Blasenwerfen bringt. In den letzten Tagen mußten wir außerdem jeden Tag mehrere Stunden den Motor laufen lassen um unsere Batterien zu laden, denn von der Sonne die unsere Solarfelder normalerweise speist, war nichts mehr zu erkennen und unserer Windgenerator war ja schon sturmsicher verpackt. Allerdings konnten wir so bequem an Bord duschen, denn dazu zogen wir nur unsere Badesachen an und gingen für fünf Minuten in die natürliche Regendusche an Deck. Die Spitzenwindgeschwindigkeiten im Zentrum von Mona, die am Sonntag, den 06.Januar 2019 nördlich an unserer Insel Vanua Levu vorbeizog, sollen laut den Wetterberichten um die 30-50kn betragen haben. Auf Gegenwind hatten wir hingegen Flaute mit dem einen oder anderen kleinen Windstupser von ca. 15kn Wind. Die Wetterberichte änderten sich während des An- und Durchzugs von Mona regelmäßig und korrigierten die Zugbahn und die Stärke ständig, so daß wir bei jedem neuen Blick wieder andere Daten bekamen. Der Pazifik ist halt ein launisch, wechselhafter Ozean. Naja, wenn so aber ein Tropensturm sein soll, dann lassen wir uns das gefallen. In unserem Fotoalbum zeigen wir die sich ständig verändernden Routen-Vorhersagen aus dem „Joint Typhon Warning Center (JTWC)“ von mehreren Tagen. (Hier der Link zum JTWC: http://www.metoc.navy.mil/jtwc) Viele Grüße aus dem Tropensturm geplagten Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Stürmische Neujahrsgrüße!?

Sturmklar: Großsegel abgeschlagen, Windgeneratorflügel demontiert

Sturmklar: Großsegel abgeschlagen, Windgeneratorflügel demontiert

Euch allen ein frohes und glückliches Jahr 2019!!! Seit dem zweiten Weihnachtstag stecken unsere Nasen zwei bis drei Mal täglich in den sich ständig ändernden Wetterberichten, denn da tat sich nordwestlich von uns ein kleines drehendes Tiefdruckgebiet auf. In den folgenden Tagen verdichteten sich die Prognosen, daß wir um den Jahreswechsel eine Depression oder vielleicht sogar einen Zyklon (tropischen Sturm) erwarten sollten. So mußten wir erst einmal alles stehen und liegen lassen und Gegenwind und uns auf das schlimmste vorbereiten und alle losen Teile entweder unter Deck verstauen oder gut vertäuen. Wir nahem das Großsegel ab, brachten extra Vorleinen aus und besorgten schon mal etwas mehr Trinkwasser und ein paar Extrarationen. Die Einheimischen waren da entspannter und schauten nur mal nach ein bisschen extra Trinkwasser, einer funktionierenden Taschenlampe und ein paar Dosen im Schrank. Am Sonntag, den 30. Dezember 2018 kam dann vom Fidschi-Wetterdienst die Zyklon-Warnung heraus. Fidschi sollte sich auf einen Zyklon der Kategorie 1 (34-47kn Windgeschwindigkeit) vorbereiten. So kamen am Silvestertag viele Segler, die es in die Umgebung gezogen hatte in unsere Bucht, außerdem wurden alle Schiffe, die in den unterschiedlichen Marinas festgemacht hatten losgebunden und die ganzen Mooringtonnen wurden belegt. Nichtsdestotrotz gingen die Planungen für Silvesterunternehmungen weiter und am Silvesterabend zog es die Mutigen zu den Veranstaltungen, während die Ängstlichen sich doch eher an Bord verzogen. Wir wollten unser leichtes Dingi so klein wie möglich ohne Luft sicher an Deck verstauen und so gehörten wir zu den Ängstlichen und machten uns einen gemütlichen Abend an Bord. Natürlich durfte dabei „Dinner for one“ nicht fehlen. Es regnete viel und nur kleine Pausen ließen uns ein wenig Luft schnappen. Pünktlich zur Mitternacht fing es heftig an zu gießen und so schauten wir uns die kleinen Feuerwerke von unserem Platz unter dem Sprayhood aus an, bevor wir in die Kojen gingen. Eigentlich hätte der Zyklon mit Hellwerden über uns hinwegziehen sollen, aber er hat es sich wohl im letzten Moment noch einmal anders überlegt und einen nördlicheren Kurs eingeschlagen. Der Himmel ist hier somit nur ein wenig grau in grau, der Wind streicht mit zwei Beaufort über Gegenwind hinweg und es wird nach den verschiedenen Wettermodellen auch kein Zyklon mehr über uns herüberziehen. Zumindest jetzt nicht! Laut Prognosen sind allerdings noch weitere Tiefdruckgebiete für die kommende Woche im Anmarsch auf Fidschi. Wir hoffen die haben auch ein Einsehen mit uns und jagen uns nur einen Schrecken ein ohne uns zu treffen. Das Jahr fängt also spannend an, mal sehen was daraus wird?! In diesem Sinne ein frohes neues Jahr aus Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Viele tropische Weihnachtsgrüße!

Der Weihnachtsmarkt: tropisch dargebotene Weihnachtslieder

Der Weihnachtsmarkt: tropisch dargebotene Weihnachtslieder

Am Samstag, den 15.Dezember 2018 eröffnete der hiesige Weihnachtsmarkt, der hier allerdings „Weihnachtskarneval“ heißt, für eine Woche die Tore. Wir gehörten dabei zu denen, die sich die abendlichen Veranstaltungen von der VIP- Tribüne anschauen konnten und einen extra leckeren Happen dazu serviert bekamen. Es ist faszinierend, wie Multikulturell das Fest war. Die Ansprachen wurden in den drei Landessprachen, Fidschi, Englisch und Hindi gehalten und die Veranstaltungen boten für jeden Kultur- und Glaubenskreis etwas „Weihnachtliches“. Angefangen mit christlichen Weihnachtsgottesdiensten wurden anschließend an verschiedenen Tagen Bollywood-Tänze präsentiert oder gemäß dem tropischen Verständnis Weihnachtslieder dargeboten. Natürlich durften auf dem Weihnachtsmarkt Kunsthandwerkstände und Futterbuden nicht fehlen. Außerdem sorgten eine Kinderhüpfburg und ein hiesiges Riesenrad mit viel Krach und einer ziemlich klapprigen Technik für den Spaßfaktor. Zu Helges Geburtstag verspeisten wir in unserem Lieblingsrestaurant, dem Lias Café, ein leckeres Stückchen extra hergerichteten Geburtstagskuchen und die drei Mädels, die uns dort regelmäßig servieren, boten Helge ein Geburtstagsständchen, in das sogar einige andere Gäste einstimmten. Zu unserem Leid hatte uns beide eine ziemlich lästige tropische Erkältung ereilt, von der wir uns zum Glück vor den Weihnachtstagen erholt hatten. So ganz nebenbei besuchten wir schon wieder einmal einen Friseur, nähten zum wiederholten Mal ein paar Nähte von Gegenwinds Sprayhood nach und verholten uns am Freitag, den 21. Dezember 2018 an unsere für die Zyklonzeit gebuchte sturmsichere Mooringtonne. Hier richten wir uns jetzt für ein paar Monate ein um unser Leben auf Fidschi möglichst angenehm zu gestalten. Die tropischen Temperaturen, die uns mächtig zu schaffen machen und den Schweiß in Strömen fließen lassen, bringen uns so ganz nebenbei aber auch eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit mit den Menschen um uns herum. Den Vormittag des Heiligabends haben wir wie fast alle Menschen auf der Welt mit den letzten Weihnachtseinkäufen verbracht. Und auch in Savusavu waren die Geschäfte überfüllt und die Schlangen an den Kassen lang. Für Heiligabend hatte Asha wie jedes Jahr ein leckeres Essen gezaubert: Es gab einen eingelegten Weihnachtsschinken im Backofen mit Ananasstückchen angerichtet, Backkartoffeln, selbstgemachten Rotkohl und als Nachtisch einen Jogurt mit Passionsfrüchten und Wackelpeter zubereitet. Anschließend genossen wir einen online Weihnachtsfilm. Den ersten Weihnachtsfeiertag starteten wir bei unserem Frühstück mit „Gruß an Bord“, einer Sendung von NDR-Info, die wir hier in Fidschi dank der guten Internetverbindung tatsächlich online hören konnten. Vielen Dank NDR- „Gruß an Bord“-Redaktion: Wir haben uns riesig gefreut über Eure ganz persönlichen Wünsche zu uns auf die Gegenwind! Frohe Weihnachten aus Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Pläne Entwickeln sich wie das Wetter

Savusavu unser Sturmschlupfloch google earth 16_12_2018

Savusavu unser Sturmschlupfloch/ google earth 16.12.2018

Anfangs haben wir nur auf stabileres Wetter gewartet. Jetzt werden wir uns hier in Savusavu für die kommenden Monate häuslich einrichten. Ja, eigentlich wollten wir ja schnell weiter nach Australien aber nun haben wir ein paar zu hohe Risiken in unserem Plan erkannt. Das Wetter und die Strecke nach Australien sind gespickt mit spontanen Wetteränderungen, die auch starke Gegenwinde und Sturm hergeben können und wir haben realisiert, das wir bei unserem Segeltempo nicht vor solch bösen Überraschungen gefeit wären. Wir sind nicht so hartgesotten, das wir Stürme gerne durchsegeln und so haben wir beschlossen in Savusavu ein geschütztes Fleckchen zu ergattern und uns hier für die kommenden Monate der Zyklonsaison einzurichten. Dazu haben wir ab eine starke, sturmerprobte Mooringtonne angemietet, die von Mangroven und einem Riff umschlossen ist und zusätzlich einen gemütlichen kleinen Marina- Anlegesteg mit netten Leuten bietet. Wir wollen uns diese Woche dorthin verlegen. Viele Grüße aus Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Owen hält uns auf

zyGrib: Wettervorhersage vom 04.12.2018

zyGrib: Wettervorhersage vom 04.12.2018

Unser Plan sah Fidschi nur als kurzen Zwischenstopp vor, aber nun sind wir doch noch länger hier als erwartet. Schuld daran ist „Owen“, ein Zykon (so nennt man die tropischen Stürme im Südwestpazifik), der sich zurzeit im Korallenmeer austobt. Von Anfang November bis Ende April ist hier im Südostpazifik die Zyklonsaison und wir stecken mittendrin, da wir in der sogenannten südpazifischen Segelzeit (von Mai bis Oktober) aufgrund von zu viel Wind für unsere Verhältnisse immer wieder festgesteckt hatten. Jetzt während der Zyklonzeit ist es besser. Allerdings besteht so auch immer die Gefahr von Zyklonen. So beobachten wir das Wetter und die Wetterentwicklung um uns herum sehr intensiv.
zyGrib: Wettervorhersage vom 27.11.2018

zyGrib: Wettervorhersage vom 27.11.2018

Vor einer Woche entdeckten wir in unseren Wetterdaten, den „grib-files“ eine Störung um die Salomonen, gute tausend Seemeilen entfernt, denn dort entsteht unter Anderem das Wetter für uns hier auf Fidschi. Ein paar Tage später zeigten die offiziellen Warnsysteme eine mögliche Sturmentwicklung an.
cyclocane: mögliche Sturmrichtungen Stand: 30.11.2018

cyclocane: mögliche Sturmrichtungen Stand: 30.11.2018

Leider sind die Zyklone auf dem Pazifik nicht so schön berechenbar wie die Hurrikane auf dem Atlantik. Die Vorhersagen für die mögliche Sturmentwicklung gingen von Papua-Neu Guinea über Australien nach Neu Kaledonien und eine mögliche Richtung zeigte sogar nach Fidschi – wie blöd. Aber damit wollten wir nicht in Richtung Westen ablegen. Einige Zeit später verliefen einige Sturmprognosen immer noch über Neu Kaledonien, unserem nächsten geplanten Stopp und so verweilen wir hier auf Fidschi bis sich der Zyklon ausgetobt hat und die Folgen an uns vorbeigezogen sind. Hier werden die Wellen voraussichtlich etwas höher und wir werden wohl mit Regen und Gewitter rechnen dürfen sobald sich das Sturmgebiet auflöst und ostwärts abzieht. Also warten wir noch ab – und so schlecht gefällt uns Fidschi auch nicht, wenn es nur nicht so brütend heiß wäre.
cyclocane: der neueste Weg von "Owen" Status 04.12.2018

cyclocane: der neueste Weg von "Owen" Status 04.12.2018

Falls Ihr Lust habt unsere Wetterbeobachtungen mal zu Hause auszuprobieren, dann findet Ihr mit folgenden Links/ Programmen die von uns verwendeten Analyse Programme. Wir kommen dabei am besten mit dem GFS-Wettermodel zurecht, an das wir uns gewöhnt haben:
  • „windy.com“ bietet eine Möglichkeit Wind und Wetterkarten direkt im Internet anzuschauen (https://www.windy.com/). Dabei heißt es dann allerdings das GFS-Wettermodell auszuwählen, da sonst die Wetterkarten andere Vorhersagen liefern.
  • Die „Cyclocane“ Seite liefert uns die Zyklonvorhersagen, Warnungen und Analysen mit denen wir auch die akute Gefahr abschätzen (https://www.cyclocane.com/) .
  • zyGrib: ist das von uns bevorzugte Wetteranalyseprogramm, das kostenfrei aus dem Internet heruntergeladen und auf dem Computer installiert werden kann. Mit dem Programm kann man das gewünschte Gebiet auswählen und die Wetterdaten der US-Amerikanischen NOAA herunterladen  (http://zygrib.org/). Das sind dann die sogenannten „grib-files“.
Viel Spaß beim Nachforschen! Viele Grüße aus Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Fiji: Papierkrieg und pazifische Insel mit indischem Einschlag

Gegenwind aus luftiger Höhe

Gegenwind aus luftiger Höhe

Bei unseren ersten Schritten in Savusavu fragten wir uns, ob wir die pazifische Inselwelt verlassen haben, denn irgendwie schien im Ort alles sehr indisch zu sein. Das Aussehen und teilweise das Verhalten der Menschen, die Geschäfte, der Markt, die Restaurants, das Essen strahlten uns irgendwie nicht im pazifischen Stil an, sondern wirkten wuselig indisch. Wir müssen allerdings gestehen, daß wir bisher noch nicht in Indien waren, aber so stellen wir es uns dort ansatzweise vor. Ganz von der Hand zu weisen ist unser Eindruck allerdings nicht, denn knapp die Hälfte der Bevölkerung stammt bedingt durch die britische Kolonisation aus Indien, denn die Briten brachten viele indische Arbeiter für ihre Plantagen her. Bevor wir nun aber anfangen konnten uns auf unsere Umgebung zu stürzen, mußten wir erst einmal den Papierkram für unseren Aufenthalt in Fiji zu Ende bringen. Damit wir innerhalb Fijis herumsegeln dürfen, müssen wir ein sogenanntes „Cruising Permit“ haben, das die Marina für uns bestellen mußte. Nach drei Tagen und vielen Nachfragen bekamen wir das Papier ausgehändigt. Damit mußten wir noch zum Zoll laufen und es dort abstempeln und unterschreiben lassen. Nachdem wir das alles erledigt hatten, dürfen wir nun innerhalb Fijis herumsegeln. Trotzdem müssen wir uns einmal wöchentlich bei den Behörden per eMail melden und denen mitteilen wo wir gerade sind, wer sich an Bord befindet (Crewänderungen müssen übrigens vorher bekannt gegeben und genehmigt werden) und wohin wir wollen. Das ist insgesamt ein hoher Aufwand. Aber so etwas kennen wir schon aus anderen Commonwealth Ländern – „Die lieben ihren Papierkram!“ Ursprünglich stand Savusavu ja gar nicht auf unserem Reiseplan und so wollten wir auch gleich weiter. Das bedeutete, daß wir uns erst einmal um Gegenwind kümmerten. Wir checkten einmal alles routinemäßig durch, wobei diesmal auch wieder ein Kletterakt in den Mast dazu gehörte, um die Rollen, Bolzen, Drähte Leinen, die Kabel und die Elektronik zu prüfen. Fällig war auch ein Schnorchelgang um den Propeller und das Unterwasserschiff zu inspizieren und zu reinigen. Außerdem füllten wir unseren leergefahrenen Dieseltank und diesmal auch unsere Kollektion Deckskanister, um unsere Dieselreichweite für eventuelle Flauten zu vergrößern. In Savusavu entdeckten wir einen Schuh-Reparaturservice, der unsere durchgelatschten Schuhe wieder auf Vordermann brachte. Passende neue Schuhe sind nahezu nicht zu bekommen, denn hier trägt man Flipflops oder geht barfuß. Ein Inder der in einer kleinen Ecke sitzt und mit Nadel und Faden Stich für Stich die Schuhe bearbeitet, erledigte unsere Reparaturen für nur 5 FJD (keine 2,5€) – der Mindestlohn beträgt hier 3,10 FJD pro Stunde. Am Montag, den 26. November 2018 wollten wir nun endlich mal etwas mehr von der Insel sehen und so begaben wir uns zum hundert Schritt entfernten Busbahnhof. Wir bestiegen den Bus nach Labasa, der größten Stadt der Insel. Die Tour ging auf die andere Seite von Vanua Levu über die Berge hinweg. In einem vollen, eng bestuhlten Bus, 5 Sitzplätze pro Reihe, wurden wir in einer gut zweistündigen Busfahrt durch herrliche tropische Regenwaldlandschaften und vorbei an diversen Dörfern und Feldern kutschiert. Die Stadt Labasa war richtig wuselig und auch hier war der indische Einschlag deutlich dominierend. In den Abendstunden waren wir wieder zurück an Bord und durften erst einmal die Hitze des Tages aus Gegenwind herauslassen ohne gleichzeitig zu vielen Moskitos Zugang zum Salon zu gewähren. Übrigens sind die brüllende Hitze, tagsüber um die 35°C in Gegenwind und nachts noch um die 29-30°C sowie Massen an Moskitos hier eine echte Herausforderung an unsere Kondition. Wir schlafen keine Nacht durch, trinken pro Tag 4-5 Liter meist Wasser, wechseln ein durchgeschwitztes T-Shirt gegen ein gerade getrocknetes, die Hosen kleben und der Schweiß rinnt nahezu pausenlos über sämtliche Körperteile. Außerdem plagen uns Unmengen von Moskitos, die sich mit Leichtigkeit ihre Wege durch unsere Moskitonetzte und Kleidungsstücke suchen. Die Folge sind aufgekratzte Mückenstiche, die sich entzünden. Mit einer gewissen Beruhigung haben wir allerdings festgestellt, das es den Einheimischen vielfach auch nicht besser ergeht als uns. Es ist allerdings hart mitanzusehen, das auch Kleinkinder von Mückenentzündungen geplagt sind und dabei teilweise ganze Unterschenkel offene Wunden zeigen. Die Temperaturen lassen uns träge werden und wenn möglich folgen wir dem Beispiel der Einheimischen, die im Schatten sitzen oder liegen und sich möglichst wenig bewegen. So warten wir jetzt auf das passende Wetter für die Weiterfahrt. Viele Grüße aus Savusavu, Vanua Levu, Fiji Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Von Samoa Westsüdwest: 9.Tag, angekommen und einklariert

Datum: Montag, 19. November 2018 – 18:30 Uhr Samoa Zeit (17:30 Fidschi Zeit) GPS-Position: S 16°46,646‘, E 179°20,171‘ Angekommen an der Mooringboje (9,9m Wassertiefe) in der Coprashed Marina in Savusavu auf Vanua Levu, Fidschi, Etmal seit gestern 99 sm, zurückgelegte Distanz seit Apia 605 sm. Aktuelles Wetter: blauer Himmel, leicht bewölkt, brütend warm bei 32,1°C im Schiff, Wassertemperatur 28,8°C, Wind 0-1 Beaufort, Wellen keine. Die vergangene Nacht motorten wir bei völliger Flaute durch. Um 22:28 Uhr sprang unsere Positionsanzeige um – von 180° westlicher Breite auf 180°östlicher Breite und so sind wir nun wieder im Osten, da wo die Sonne aufgeht 😉 Pünktlich um 08:00 Uhr, fünf Seemeilen vor der Riffeinfahrt nach Savusavu wurde Helge aus der Koje geholt und der Motor für eine Stunde zum gemütlichen Frühstück abgestellt. Anschließend machten wir uns an die letzten Meilen zur Marina. Kurz vor Erreichen der Marina wollten wir uns per Funk anmelden, aber es meldete sich nur ein deutschsprachiger Segler mit der Aussage, heute ist Feiertag, Mohammed’s Geburtstag. So was blödes, denn ein Einlaufen am Wochenende/ Feiertag wollten wir eigentlich vermieden haben, denn die kassieren so schon ordentliche Gebühren. Naja, was soll’s, wir hatten noch die Hoffnung, daß die Offiziellen sich erst am Folgetag um uns kümmern würden, denn kurz vor uns war ein riesiger Kreuzfahrer, die Maasdam, eingelaufen. Um 12:40 Uhr machten wir an einer Mooringboje der Coprashed Marina fest und sofort war auch ein Mitarbeiter bei uns, um für die Begrüßung durch die Offiziellen zu sorgen. Eine halbe Stunde später saßen ein Beamter für Zoll & Grenzschutz und ein zweiter Beamter der Gesundheitsbehörde im Salon. Freundlich füllten sie die Papiere aus, ließen sich die Unterschriften geben und nahmen Helge gleich mit, damit er Geld zum Bezahlen der Gebühren direkt vom Automaten abheben konnte. Die Geldübergabe wurde dann schnell auf der Straße erledigt und die Quittung gab es auch dazu. Der nächste Beamte, der von der Umweltbehörde, stand schon am Marina-Shuttle bereit und so ging es wieder zurück zu Gegenwind. Seine erste Frage galt Asha, die die Leine von dem Marina- Shuttle annahm: „Nur der Captain darf von Bord. Du hast das Schiff noch nicht verlassen?“ Was für eine Frage … . Aber der junge Beamte war nett, füllte seine Papiere aus und wollte wissen welche Lebensmittel wir mit ins Land bringen. Wir erklärten ihm, daß wir keine frischen Lebensmittel mehr an Bord hätten, was ihn aber nicht befriedigte. So zeigten wir ihm unsere Konserven und er schrieb auch gleich Ketchup und Sardinendose auf seinen Zettel. Die anderen Dosen und Tüten wollte er gar nicht mehr so genau sehen, denn da waren keine Etiketten mehr drauf. Nun erklärte er uns noch, das wir die ganzen Sachen doch ganz schnell essen sollten, am besten heute noch und uns dann hier in Savusavu neu eindecken sollten. Wir fanden das Ganze ziemlich amüsant und als er uns dann noch erklärte, das er gerade in der Lernphase für seinen nagelneuen Job stecke und jetzt nur alleine zu uns kommen mußte, weil seine erfahrenen Kollegen gerade beim Kreuzfahrer und auf dem Flughafen zu tun hatten, mußten wir unser Schmunzeln ziemlich zurückhalten, zumindest bis er von Bord war. Übrigens: Die Kosten für die Einklarierung belaufen sich am Wochenende/ Feiertag auf 580 FJ$, (das ist der doppelte Preis der an Arbeitstagen während der Bürozeiten anfällt) Viele Grüße aus Savusavu, Vanua Levu, Fidschi Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Von Samoa Westsüdwest: 8.Tag, ins Inselgewirr von Fidschi

Datum: Sonntag, 18. November 2018 – 12:30 Uhr Samoa Zeit GPS-Position: S 16°43,554‘, W 179°19,442‘ Kurs 240°, Motorbootfahren, Geschwindigkeit 4-5 kn, Genua III ganz weggerollt, Etmal der letzten 24 Stunden 47 sm, zurückgelegte Distanz seit Apia 506 sm, noch zu fahren bis zum Zwischenstopp 96 sm. Aktuelles Wetter: blauer Himmel und strahlender Sonnenschein, brütend warm bei 30,0°C im Schiff, Wassertemperatur 27,5°C, Wind 0-1 Beaufort, Wellen 0,3m aus Ost. Zum Dunkelwerden gestern Abend stellten wir den Motor ab, denn wir wollten eine ruhige Nacht verbringen und wären sowieso zu schnell gewesen um am Montag anzukommen. Was für eine Stille um uns herum. Es blieb ein leichtes Schaukeln von Gegenwind, ruhiger als an vielen Ankerplätzen und jedes noch so leise quietschen, knarren und fast sogar unser Atmen war zu hören. Ab und an zogen Vögel an uns vorbei und auch deren Flügelschlag war deutlich zu vernehmen. Heute Morgen starteten wir den Motor wieder und erreichten die ersten Inseln des Fidschi Archipels. Jetzt tuckern wir gerade entlang der Insel Taveuni. Hier heißt es jetzt gut aufpassen, denn Inseln und Untiefen spicken den Weg nach Savusavu. Eigentlich wollten wir es uns mit unserem ursprünglichen Ziel ja einfach machen und das ganze Inselgewirr umfahren aber so müssen wir mitten hindurch und entsprechend auf die Strömungen, die Untiefen und die Inseln achtgeben. Außerdem ist uns auch gleich beim Motorstart der erste Frachter begegnet. So motoren wir bei null Wind mit offenen Luken und Fenstern und unseren Planen als Sonnenschutz über dem Cockpit in der brütend heißen Sonne von Fidschi auf den kommende Marina zu. Viele Grüße aus dem Pazifik, dem Gebiet von Fidschi Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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Logbuch: Von Samoa Westsüdwest: 7.Tag, Flaute auf dem Pazifik

Datum: Samstag, 17. November 2018 – 12:30 Uhr Samoa Zeit GPS-Position: S 16°15,155‘, W 178°45,152‘ Kurs 230°, Motorbootfahren gegen den Wind aber nun mit der Strömung, Geschwindigkeit 4-5 kn, Genua III ganz weggerollt, Etmal der letzten 24 Stunden 99 sm, zurückgelegte Distanz seit Apia 459 sm, noch zu fahren bis zum Zwischenstopp 138 sm. Aktuelles Wetter: grauer Himmel, immer wieder Regentropfen oder sogar Regeschauer, feuchtwarm bei 29,5°C im Schiff, Wassertemperatur 27,4°C, Wind 1 Beaufort aus West, Wellen 0,3m aus Ost, konfus. Seitdem wir gestern den Motor gestartet haben geht es wieder voran. Anfangs waren die Wellen ruppig, obwohl vom Wind nur ein Hauch übrig war aber nun haben sich die Wellen auch beruhigt und wir motoren die etwas kabbelige See gemütlich hoch und runter. Heute werden wir den Behörden unsere Planänderung über den neuen Ankunftsort mitteilen und dann mal sehen, daß wir zum Montagmorgen, am Arbeitsbeginn einlaufen. Dazu werden wir unsere Fahrzeit noch ein wenig strecken müssen. Am Wochenende wollen wir möglichst nicht ankommen, denn dann dürften wir noch eine Extragebühr, die sogenannte „Overtime“ zahlen. Viele Grüße aus dem Pazifik, dem Gebiet von Fidschi Asha & Helge Crew der SY Gegenwind

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