Aufbruch von Osttimor – 28.Tag auf See

Datum: Donnerstag, 23. September 2021 – 12:00 Uhr Osttimor-Zeit
GPS-Position: N 06°19,624‘, E 099°34,673‘
Kurs wir treiben vor Langkawi, Geschwindigkeit 1,5kn, Warten, Tagesetmal 70sm, seit Dili 2064sm vorangekommen, noch zu segelnde Strecke 136sm von der Gesamtstrecke 2029sm. Aktuelles Wetter: bedeckter Himmel, brutal feuchtheiße 31,0°C im Schiff, Wassertemperatur 29,5°C, Wind 1-2 Beaufort aus Nordost, See 0,5m.

Gersten spätabends haben wir den Motor angestellt und unseren letzten Diesel in Richtung Langkawi, Malaysia verfahren. Seit heute früh um 08:00Uhr treiben wir nun vor der Insel und warten, denn wir konnten unseren Notfallplan initiieren und werden nun im Laufe des Tages ein Treffen zur Dieselübergabe haben. Corona-bedingt dürfen wir nicht in den Hafenbereich, auch nicht zu einer Tankstelle einlaufen, so daß wir einen Treffpunkt zur Dieselübergabe 2,5sm vor dem Hafenbereich vereinbaren mußten. Das wird damit wohl der teuerste Diesel den wir bisher auf unserer ganzen Reise kaufen mußten. Mit 250USD für 100l schlägt der Betrag schon mächtig zu Buche.
Hier müssen wir tatsächlich mal auf unsere Situation aufmerksam machen. Wir finanzieren unsere Reise aus Erspartem und das hat mit unserer Planung bisher auch prima gepaßt. Mit den Corona- Maßnahmen, die die Preise massiv hochtreiben, bekommen wir allerdings doch langsam Schwierigkeiten. Denn die Preise sind nicht einfach nur um ein paar Euro gestiegen, sondern die Kosten die jetzt für unsere Weiterfahrt nach Europa entstehen, erhöhen sich mal hier um ein paar Tausend, mal dort um einige Hundert und das alleine jetzt für die Administration, um überhaupt von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Allerdings sahen wir auch keinen Sinn darin, weiterhin in Dili festzusitzen, denn ohne Wartung von Gegenwind und ohne eine Möglichkeit an Ersatzteile heranzukommen die mindestens ein halbes Jahr in den Lieferketten unterwegs sind und deren Kosten sich dann auf Deutschland bezogen mindestens um den Faktor 3-4 Erhöhen sowie und bei den herrschenden Bedingungen am Ankerplatz für
uns, die definitiv nicht für einen Langzeitaufenthalt dort ausgelegt sind, hatten wir DREI langsam unsere Grenzen der Belastbarkeit erreicht. So versuchen wir nun die Notwendigen nächsten Reiseschritte zu unternehmen um wieder nach Europa zu gelangen. Nun unser Wunsch für alle die unsere Berichte lesen und denen unsere Berichte gefallen: Wir haben auf unserem Bog einen Link zu unserem PayPal-Konto – es wäre Super wenn ihr uns mit einem Beitrag dort über die Corona-Kostensteigerungen etwas hinweghelfen könnt.
Viele Grüße aus der Malakka Straße, Golf von Bengalen
Asha & Helge
Crew der SY Gegenwind

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